AUS DER WEIHNACHTSBÄCKEREI: FRUCHTIG GEFÜLLTE HILDABRÖTCHEN MIT JOHANNISBEERGELEE



Weihnachtsplätzchenwoche:

Heute stelle ich dir mein Kindheits-Lieblingsplätzchen vor: mit Marmelade fruchtig gefüllte Hildabrötchen. Was waren das noch für Zeiten, als der Weihnachtsmann die Weihnachtspäckchen ins Haus brachte. Wir stürzten uns immer zuerst auf die Plätzchendose von meiner Großmutter.

Ich glaube, niemand war so verrückt nach den mit Johannisbeer-Gelee gefüllten Hildabörtchen wie ich. Intensiv durchforstete ich die Dose von oben nach unten, linste unter das seitlich liegende Spritzgebäck, unter Kokosmakronen, Zimtwaffeln und  Lebkuchen. Ich fand jedes. Leider naschten sie sich auch immer als erstes weg. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte die Weihnachtsbäckerei sich auf meine geliebten Hildabrötchen beschränken können, ich wäre wunschlos glücklich gewesen.



Meine Großmutter bereitete sich bereits im Sommer auf diese Plätzchen vor. Wenn wir sie besuchten, zeigte sie uns immer stolz ihre Marmeladensammlung auf dem Kleiderschrank im Gästezimmer. Mindestens hundert Gläser standen dort in Reih und Glied, geordnet nach den verschiedensten Sorten und Farben.

Erdbeer-, Stachelbeer- und Himbeermarmelade, rotes und schwarzes Johannisbeergelee, Dreifrucht- und Vierfruchtmarmeladen, allesamt gekocht aus den Beeren von ihren Sträuchern in ihrem Garten. Und ein mächtiger Anteil des roten Johannisbeergelees wartete auf die Weihnachtsbäckerei und ihre Hildabrötchen.

Den Zuckergehalt dieser Plätzchen reduzierte ich allerdings im Laufe der Jahre, heute bleibt es beim gelegentlichen Genuss - aber keine Sorge, sie sind noch süß genug. Und alle, die Zucker meiden, schauen jetzt bitte kurz weg.




https://1drv.ms/w/s!AgoBL9BBd0OUhDNVpJVn5jQRGiO1
Hildabrötchen mit Johannisbeergelee
Zutaten für ca. 75 Stück

Knetteig:
250 g Butter
150 g Zucker
6 Eigelb oder 3 ganze Eier
1 Vanilleschote, das Mark
500 g Weizenmehl, Type 405
1 EL Sahne

Sonstiges:
200 g Johannisbeergelee oder anderes rotes Gelee
200 g Puderzucker für die Glasur
einige Tropfen Zitronensaft
etwas Wasser 

Am Abend oder zwei Stunden zuvor die Zutaten für den Knetteig vermischen und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, diese auf einen Teller legen, mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen, ein Backblech mit Butter ausstreichen oder mit Backpapier belegen.
Portionsweise den Teig auf einer bemehlten Unterlage ausrollen und runde Plätzchen oder Sterne von ca. 4-5 cm Durchmesser ausstechen. Die Hälfte der Plätzchen mittig mit einem kleinen Kreis ausstechen.
Die Plätzchen auf das vorbereitete Backblech legen und auf der mittleren Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen schieben. Die Plätzchen wie auch die Kringel etwa 8 Minuten backen, aufpassen, dass sie schön hell bleiben.
Auf ein Kuchengitter legen und erkalten lassen.

Falls die Plätzchen mit Puderzucker bestäubt werden sollen, die Kringel nun bepudern.
Für eine Glasur den Puderzucker mit wenig Wasser und Zitronensaft glatt rühren und die Kringel damit überziehen. Fest werden lassen.
Johannisbeergelee glatt rühren, eventuell leicht erwärmen. Die Plätzchen dünn mit dem Gelee bestreichen und sofort einen Kringel darauflegen.

Zieht bei dir in den kommenden Wochen auch der Duft von Plätzchen wie Hildabrötchen, Stollen oder Lebkuchenherzen durch deine Backstube? Alles in liebevoller Handarbeit gefertigt? Mit weihnachtlicher Stimmung inclusive leiser Weihnachtsklänge?

Liebe Grüße aus der Weihnachtsbäckerei, deine

Kommentare:

  1. Liebe Sigrid, was für tolle Kindheitserinnerungen! Und deine Hildabrötchen sehen toll aus! Die ersten Weihnachtskekse wurden auch schon gebacken, ich warte aber noch ein wenig bevor ich die Rezepte auch veröffentliche...ist mir persoenlich noch ein wenig zu früh :) Aber ich schaue gerne bei den Anderen was sie alles schon gebackt haben.
    LG, Diana

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    1. Liebe Diana,
      vielen Dank. Normalerweise bin ich auch nicht so früh mit den Weihnachtsposts dran, aber ich dachte, diese kleine Serie von Plätzchen macht vielleicht dem einen oder anderen schon Appetit, bevor das große Backen beginnt.
      Liebe Grüße
      Sigrid

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  2. Liebe Sigrid,
    die Rezepte kommen ja wie das Brezen backen...wenn das mann nicht in Völlerei ausartet...😇😘 Habe mich für deine Zaubernüsse entschieden und die Stollenquark Kekse. Dann gibt es bei mir Dattelkonfekt, Honigberge, Haselnussmakronen und Madeleines (Rezept ist Aurelie Bastian,sehr zu empfehlen)Das alles wird für 6-8 Päckchen, super verpackt und zum verschenken hübsch gemacht. Jedes Jahr bekommen andere Freunde in den Genuss der Überraschung und Köstlichkeiten. Vielen Dank für deine tollen Beiträge..bleibe Dir auf den Fersen..lach Nicola

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    1. Liebe Nicola,
      das hast Du schön geschrieben, ich sah mich schon in Deiner Weihnachtsküche umgeben von den Köstlichkeiten - wow, klingt das lecker. Deine Freunde sind zu beneiden. Vielen Dank für den Tipp und natürlich für Deine lieben Worte. Freue mich, wenn Du mir auf den Fersen bleibst.
      Ganz liebe Grüße
      Sigrid

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  3. Ich würde jetzt einiges für eine Hand voll Kekse geben :)) Noch habe ich keine gebacken . Aber kommt Zeit , gibt´s Kekse . Deine sehen sehr lecker aus .
    LG heidi

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    1. Vielen Dank, liebe Heidi, ein wahres Wort. Ich bin überzeugt, wenn die Zeit da ist, gibt es eine Menge kleiner Köstlichkeiten.
      Liebe Grüße
      Sigrid

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  4. Liebe Sigrid,
    oh ja, diese Plätchen gehen immer und auch meine Mama backt sie noch fast jedes Jahr :O)
    Hab einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Liebe Claudia,
      Hildabrötchen gehören einfach zu unserer alten Pfälzer Esskultur, wie schön, dass sie Deine Mama noch backt.
      Auch Dir wünsche ich einen schönen Novembertag,
      liebe Grüße
      Sigrid

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  5. Liebe Sigrid,
    da kommen bei mir auch Kindheitserinnerungen auf - nur der etwas anderen Art ;)Ich durchforstete immer die Plätzledosen bei meinen Freundinnen nach Hildabrötle, da es diese bei uns zu Hause nicht gab :D Meine Mutter und Oma haben wirklich viel gebacken, aber diese Sorte stand nicht auf dem Programm ...
    Liebe Grüsse
    Britta

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    1. Liebe Britta,
      ich sehe, wir haben den gleichen Geschmack was Hildabrötchen anbetrifft. Da sieht man mal wieder, jede Familie hat ihr eigenes Plätzchenrepertoire, seit Generationen überliefert.
      Liebe Grüße
      Sigrid

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  6. Meine Liebe Weihnachtsfee......wie herrlich finde ich Deine Weihnachtsbäckerei.....Kompliment!!!! Ich kenne Hildabrötchen bisher nicht..????...aber Deine könnten auch meine Lieblingskekse werden...hmmmm
    Was für schöne Kindheitserinnerungen Du hast....Deine Oma hätte ich auch geliebt...-lach- soviel Marmelade....Wahnsinn!!!! Nun weiß ich auch von wem Du Deinen Küchenbegeisterung geerbt hast.....oder????
    Aslo meine Liebe...solltest Du noch mehr Kekse hier veröffentlichen....dann stehe ich wirklich bald vor Deiner Tür!!!!!!
    Ich wünsche Dir einen kuscheligen Abend..
    Alles Liebe...Charlotte

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    1. Liebe Charlotte,
      hab herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Du hast recht, das sind wirklich kostbare Kindheitserinnerungen, heute muss ich mir leider meine Hildabrötchen selbst backen, so ändert sich alles. Wie wahr, alle Frauen in unserer Familie kochen gerne - meine Oma war ein wunderbares Vorbild.
      Wenn Du wirklich mal vor meiner Tür stehen würdest, wäre das wunderbar.
      Ganz liebe Grüße
      Sigrid

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