EIN TELLER GEHT AUF REISEN - DIESMAL ZU EINER FESTLICHEN SIZILIANISCHEN SCHOKO-SALAMI



Ein Strahlen überzog sein Gesicht, die Augen vergrößerten sich und leuchteten, die Mundwinkel gingen steil nach oben.

Schließlich bekam Herr Rote Rübe nicht alle Tage eine original luftgetrocknete Salami zum Nikolaus geschenkt. Oder?

Er bemerkte zwar Birnchen und mein Grinsen, konnte sich jedoch keinen Reim darauf machen. Für mein im höchstem Maße beklagenswerten Verhalten gab es keine Entschuldigung, ja, auch ich verkniff mir eine gewisse Schadenfreude nicht.

Unerklärlich für ihn, denn was sollte mit dem Prachtstück schon sein?
Wie ein Habicht spähte er zu seiner Salami, schluckte schwer und zog sie mit begehrlichen Blicken bereits aus, sah sie in vollendeter Schönheit auf seinem rustikalen Brot, mit herzhaften Bissen sich einverleiben - natürlich umgeben von einer süßsauren Gurke.

Oh weh, mit einer Schandtat rechnete er wahrhaftig nicht, aus meinem Herzen tröpfelte eine klitzekleine Dosis Mitleid heraus.

Und dann kam die Überraschung, Du kannst Dir denken, wie Hansi geschaut hat, als ich ihm die Salamischeiben servierte.

Doch glaube mir, die köstlich schmeckenden Schoko-Häppchen söhnten ihn ganz schnell mit seinem Schicksal aus, als Süßmäulchen gefiel ihm dieses Geschenk ausnehmend gut.
Zum Schluss lachte er herzhaft mit uns.



Unsere Salami bekam einen wahrhaft großen Auftritt, denn inzwischen reiste ein Teller in unser beschauliches Dorf zu uns und wartete auf seine fürstliche Eindeckung.

Ein Teller, der viele Food-Bloggerküchen von innen gesehen hatte, dem feinste Speisen anvertraut, der mit ihnen fotografiert und von dem mit viel Genuss gefuttert wurde.

Wer viel reist, hat viel zu erzählen:
von interessanten Orten,
faszinierenden Foodbloggern,
von Kochschlachten und Köstlichkeiten,
die über ihn hinweggingen.

Die ganze Nacht hätte ich ihm zuhören können.

Damit Du seinen Ursprung und seine vielzähligen Stationen nachvollziehen kannst, lese hier bei Foodfreak nach.

Ach übrigens, Spielregeln gibt es auch, bitte hier entlang.

Eins möchte ich Dir verraten: Nämlich seinen letzten Halt, bevor er bei mir landete.
Denn als er von diesem erzählte, geriet er völlig ins Schwärmen, so sehr hatte es ihm Ramona angetan.
Deshalb suche ganz schnell Fräulein M. kocht auf.
Salzig oder süß von ihr darauf kreiiert, das verrate ich nicht - lass Dich von ihr überraschen.

Eine Träne floss tatsächlich..... an dem Tag, als ich unserem Besuch zum Abschied nachwinkte.

Überraschend schnell schloss ich den nostalgischen Teller ins Herz und nur ein Trost blieb mir: Er zog mit vielen lieben Grüßen an meine Bloggerfreundin Britta von Geniesserle weiter.




Zutaten für 2 ca. 360 g schwere Salamis
Festliche sizilianische Schoko-Salami
30 g getrocknete Cranberries
50 g getrocknete Feigen
50 g Datteln
50 g Trockenpflaumen
70 ml Calvados oder Orangensaft
200 g Zartbitterkuvertüre
30 g Honig
1 TL Lebkuchengewürz
100 g trockenes Weihnachtsgebäck
50 g Marzipanrohmasse
50 g Walnusskerne
50 g Mandelkerne
Puderzucker oder Kokosnussmehl zum Wälzen

Die Trockenfrüchte grob hacken. Mit dem Calvados in einen Topf geben und kurz erhitzen, von der Flamme nehmen und 1 Stunde ziehen lassen.
Die Zartbitterkuvertüre mit einem breiten Messer fein herunterraspeln, in einer Metallschüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Vom Wasserbad nehmen und den Honig mit dem Lebkuchengewürz unterrühren. Leicht abkühlen lassen.
Das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit Hilfe eines Nudelholzes oder schweren Topfes zerbröseln. Die Marzipanrohmasse in kleine Würfel schneiden, die Walnusskerne und die Mandeln grob hacken. Alle Zutaten, eingeweichte Trockenfrüchte, Kekse, Marzipan und Nüsse, unter die Schokoladen-Masse heben.  Masse solange in den Kühlschrank stellen, bis der Teig sich formen lässt.
Backpapier auf ein Blatt Alufolie legen, die gewünschte Masse in einer länglichen Linie daraufgeben, mit Hilfe des Untergrunds zu einer Salami formen und gut umwickelt in den Kühlschrank legen.
Vor dem Verschenken in Puderzucker oder Kokosnussmehl wälzen, in Cellophan wickeln und die Enden mit einer Schleife verzieren. Zum Servieren in Scheiben schneiden.

Tipp:
Wenn Du von Weihnachten Gebäck übrig behältst, friere es ein. Seine Stunde schlägt, wenn Du ein besonderes Geschenk wie diese Schoko-Salami benötigst.


Noch ein kleiner zackiger Endspurt für alle, die noch in der Hetze des Alltags arbeiten müssen und die letzten Besorgungen erledigen. Langsam legt sich der Weihnachtsstress und die besinnliche Zeit hält Einzug.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine besinnliche und friedliche Weihnachtszeit. Genieße sie mit Deinen Lieben.  ★☆★☆✯🌙💛*






Kommentare:

  1. Liebe Sigrid, ganz toll solche- süsse Salami, was für eine Überraschung :-) Liebe Grüsse und frohe Weihnachten, E.

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    1. Danke Dir, liebe Edyta, diese Überraschung versüßt im wahrsten Sinne das Leben.
      Liebe Grüße Sigrid

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  2. Das sieht so köstlich aus. So gut, dass ich überlege, wo ich die Schoko-Salami-Herstellung noch in meinen engen Terminplan vor Weihnachten unter mogel. Danke für das Rezept.

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    1. Liebe Juliane, ich bin mal gespannt, wie Deine Schoko-Salami bei den von Dir Beschenkten ankommen wird....die Gesichter....die Entdeckung.....der Spaß.....
      Herzliche Grüße Sigrid

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  3. Liebe Sigrid,
    eine wunderschöne Geschichte. Ein schöne Idee mit dem Teller und wieder ein sehr sehr schönes Rezept von Dir und wunderschön gemacht. Eine gute Idee auch mit der sogenannten Resteverwertung von Kesks und Co. und nicht nur das ist bei dem Backmarathon zur Zeit dann übrig und findet eine köstliche Bestimmung, aber etwas später dann:).
    Dir einen wunderschönen 4. Advent und liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,
      vielen Dank für Deine netten Worte. Doch jetzt hast Du mich neugierig gemacht, denn Resteverwertung ist nach Weihnachten sicherlich gefragt. Werde mal öfters bei Dir vorbeischauen, um in Deinem großen Pool von Ideen einzutauchen.
      Weihnachtliche Grüße Sigrid

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  4. Hui, eine tolle Überraschung und wirklich eine sehr gelungene Salami!
    Der Teller hat im Laufe des Jahres auch schon bei mir Halt gemacht - ich freu mich zu sehen, dass es ihm so gut geht und er nicht hungern muss :)
    Viele Grüße und einen schönen vierten Advent!

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    1. Liebe Carolin,
      vielen Dank für Deinen Gruß. Oh nein, ich glaube, hungern musste dieser Teller noch nie...lebte stets aus dem Vollen... hatte ein interessantes Küchendasein. Und so gibt es wunderschöne, klitzekleine Verbindungen zu allen, bei denen er Halt gemacht hatte, wie jetzt nun zu Dir.
      Auch Dir eine schöne Weihnachtszeit,
      liebe Grüße Sigrid

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  5. Liebe Sigrid, ach den Teller m i t der Salami hätte ich gerne gehabt ;o).....wie schade, das ich in der Schweiz wohne, bei mir hätte der schöne Teller auch was leckeres als Krönung bekommen. Liebe Grüße Anna

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    1. Das glaube ich Dir gerne, liebe Anna, dass der Teller sich bei Dir gefreut hätte, ...doch leider....die Grenzen. Vielleicht sollten wir beide uns was ausdenken....., mal sehen.
      Herzliche Grüße Sigrid

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